Bauarbeiten an unserer Schule

ELTERINFORMATION

 

Gedanken zur Mensaeröffnung

Am 30. März 2015 wurde sie nun feierlich übergeben – unsere Schulmensa Liebertwolkwitz.

Den Schlüssel gab es symbolisch aus den Händen des Bürgermeisters Prof. Fabian und der Baudezernentin unserer Stadt, Frau Dubrau, für Frau Pilz, die amtierende Leiterin unserer Grundschule. Es ist aus sehr vielen Gründen wichtig, dass bei diesem Liebertwolkwitzer Schulprojekt erstmals die Grundschule zum Gastgeber für uns alle wird.

In den vergangenen Jahrzehnten hatte die Mittelschule diese Aufgabe erfüllt. Bis 2004 wurde im Schulkeller gekocht. Die Abluft aus der Küche strömte uns auf dem Parkplatz entgegen und machte nicht immer Appetit. Aber das Essen wurde frisch zubereitet und auch zu DDR-Zeiten bekamen die Schulkinder preiswert ihr Essen und manches, was es im Konsum nicht gab. Mit dem Einbau der Fachräume IMG_5696Technik im Keller übernahmen 2005 „Cateringunternehmen“ die Versorgung. Unser Speiseraum hatte eine Grundfläche von 60 m², wobei er noch durch eine 60 cm dicke Wand geteilt wurde. Anfangs haben wir mit Absolventen die Wände gemalert und Grünpflanzen aufgestellt, später wurde die beengende Zwischenwand durchbrochen und die Verbretterung an den Wänden aus hygienischen Gründen durch Fliesen ersetzt. Dadurch wurde es lauter und schließlich konnten wir als Gegenmaßnahme noch eine Schall dämmende Zwischendecke erhalten. Die platzsparenden Biertischgarnituren hatte unser Hausmeister selbst gebaut, für den vorderen Teil kauften wir attraktivere Bistrotische. Allerdings musste wir Hocker einsetzten, denn für Stuhllehnen fehlte schlicht der Platz. Stolz waren wir auf den Trinkbrunnen, den uns unser Caterer „GfB“ kurzfristig sponserte.

Damit unsere Grundschule ihr Ganztagskonzept verwirklichen konnte, beschränkten wir uns schließlich auf eine Essenpause. Wie lief eine solche Pause im letzten Jahrzehnt ab? Es klingelte um 11:10 Uhr. Nur Kinder der Klassen 5 durften in den Speiseraum. Mit Marke bekam man sofort sein Essen. Vergessliche mussten sich hinten anstellen, um möglichst viele möglichst schnell mit Essen zu versorgen. Essenteilnehmer der Klassen 6 bis 10 hatten auf dem Schulhof am Portal, nicht selten in langer Reihe, zu warten. Wenn der aufsichtführende Lehrer im Speiseraum feststellte, dass Plätze frei wurden, gab er dem Lehrer am Portal „ein Zeichen“, um weitere Schüler vom Hof in den Speiseraum zu lassen. Auf diese Weise versorgten wir durchschnittlich 140 Essenteilnehmer. Um 11:40 Uhr (!) saßen die allermeisten wieder zur 5. Stunde im Unterricht. Mit den letzten Schülern aß ich als Schulleiter. Sie konnten in relativer Ruhe aufessen, durften sich ausnahmsweise verspäten, und verließen unseren kleinen Raum ordentlich. Die Küchenfrauen bestückten nun eiligst die Spülmaschine und bereiteten die nächste Ausgabe vor. Ab 11:50 Uhr kamen die ersten Hortkinder zum Essen. In Gruppen von 20 bis 30 Schülern hatten die insgesamt 140 Essenteilnehmer der Grundschule bis 13:30 Uhr Zeit für ihr Mittagessen.

Am 2. März nahmen unsere Schüler ihr Essen erstmalig in der neuen Mensa ein. Die Sonne strahlte in den weiten, hellen und freundlichenIMG_5448Raum. Alle Kinder hatten Platz, konnten in Ruhe auch mit Freunden sitzen und durch die herrliche Fensterfront ohne Klingelzeichen sehen, wenn die Hofpause zu Ende ging. Viele äußerten sich spontan, das Essen würde besonders gut geschmeckt haben. Das neue Gewürz war wohl die neue einladende Mensa. Es sind für mich Tage großer Freude und Dankbarkeit. Mich berührt es, wenn nach so vielen Jahren unsere Kinder mit ihren Lehrern wie selbstverständlich in unserer neuen Mensa zu Mittag essen können.

Ich danke vor allem unseren Mittelschülern. Sie ertrugen über viele Jahre große Einschränkungen. Sie trugen die Hauptlast auf dem Weg zur neuen Mensa und sie haben sie sich deshalb zuerst verdient.
Mein Dank gilt meinen KollegInnen, denn Sie haben mit unseren Schülern die Essenversorgung im alten Umfeld bestmöglich abgesichert. Sie waren mit Engagement und Herz bei unseren Kindern. Besucher bestaunten die Organisation, 140 Essen in 30 Minuten auf 60 m². Es war uns gemeinsam so gelungen, dass immerhin noch ein Drittel unserer Schüler an der Schulspeisung teilnahm. IMG_5565
Herzlich danke ich allen Eltern. Sie haben die unbefriedigenden Umstände mit uns ausgehalten und auf uns und auf die Zukunft vertraut. Mit vielen Elternvertretern konnten wir auch in diesem Bereich schließlich bis hin zum Neubau der Mensa stetig Verbesserungen erreichen.
Am Tag der Übergabe gilt unser Dank den Firmen und ihren Mitarbeitern für die Errichtung dieses Gebäudes. Vom Aufbau des spektakulären Bauzaunes bis zur Anbringung der letzten Piktogramme ist alles für unsere Kinder gut geworden. Wenn es nicht gleich gelang, redeten wir darüber. Die meisten haben selbst Kinder…

Dem Architektenbüro Bucher und Kafka verdanken wir den Entwurf. Er setzte sich erst in einem Workshopverfahren des Stadtplanungsamtes im Juni 2013 durch. Frau Bucher hatte sich intensiv nach den Liebertwolkwitzer Gegebenheiten erkundigt und das spürt man auch. Das Gebäude gibt den Kindern den Raum, den sie bisher nicht hatten. Es vermittelt durch die Fensterfront Weite, Helligkeit, Freundlichkeit und Öffnung in die Natur. Die Mensa weist den Schulen Funktionsbereiche zu und verbindet beide geschickt miteinander. Das Wasserturmfenster muss man einfach gesehen haben!


Schließlich danken wir abschließend der Verwaltung als Ganzes und allen Handelnden in unserer Stadt im Einzelnen für ihre Arbeit. Nun ist es offensichtlich, dass dieses Projekt „Schulmensa für Liebertwolkwitz“ notwendig und auch erfolgreich war. Ich bedanke mich ausdrücklich auch für die Bereitschaft, Nachfragen zu ertragen und Entwicklungen zuzulassen. Das betrifft die Bauphase wie auch die 103-0371_IMGEntstehungsgeschichte. Bis zum 10.11.2010 vertrauten wir darauf, dass im von uns unterstützten Erweiterungsbau für die Grundschule eine gemeinsame Schulessenversorgung neu entstehen würde. Schulträger, Hort und Grundschule hatten sich letztlich aber darauf verständigt einen neuen Speiseraum nur für die Grundschüler zu errichten. Man vergaß uns zu informieren. Unser Elternrat erhielt auf Nachfrage am 05.01.2011 vom Schulverwaltungsamt schriftlich die Mitteilung, dass „die von Herrn Schötz vorgeschlagene gemeinsame Speisenversorgung nicht nötig“ sei. Weil das von uns nur als ungerecht empfunden werden konnte, strebten wir fortan in Zusammenarbeit mit vielen Gremien genau diese gemeinsame Lösung an. Wir verzichteten auf öffentliche Kampagnien, vertrauten auf die Kraft der Argumente und die Arbeit der zuständigen Menschen.

Nun steht sie da, die gemeinsame Lösung und das ist gut so.

Gernoth Schötz, 31.März 2015

06.01.2015

Unsere Mensa wird fertig! Wir freuen uns.mensaakt

Am Donnerstag, dem 29.01.2015 mit Herr Prof. Fabian (Bürgermeister für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule), Frau Dubrau (Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Bau) und Herr Geistert (Ortschaftsratsvorsitzender Liebertwolkwitz).

26.11.2014
Kurzinformationen von der Bauberatung Mensa vom 25.11.14

Liebe Kolleginnen,
sehr geehrte Damen und Herren,

am 25.11.2014 ist es erstmalig gelungen, alle Beteiligten am Mensaprojekt an einen Tisch zu bekommen.

Die Architektin, Frau Bucher, schätzt ein, dass das Projekt qualitativ gut durch die Firmen umgesetzt wird. Die Verzögerung entstand ausschließlich im Ergebnis der Insolvenz des ersten Fensterbauers.

Die offizielle Übergabe könnte am 29. Januar 2015 erfolgen.

Da sollte unsere Präsentation zur Schulgeschichte erfolgen können. Wir freuen uns über jede Mitarbeit. Die Initiativen koordiniert Frau Sennewald.

Wir „Nutzer“ haben uns darauf verständigt, mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres im neuen Haus zu essen. Die Organisation besprechen wir zur Dienstberatung am 12. Januar.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

G. Schötz

 

 

11.09.2014

Wir haben geöffnet

Gedanken zu den Bauarbeiten an unserer Schule
In verschiedenen Medien wurde mit einem Bild unserer Schule auf „Tage der geschlossenen Tür“ (LVZ) wegen Bauarbeiten hingewiesen. Wir haben pünktlich das Schuljahr begonnen! Unsere Schüler, Eltern und Lehrer ließen sich durch die Veröffentlichungen nicht verwirren, denn sie waren informiert. Unsere Türen standen und stehen jedem offen, für die gemeinsame Arbeit und auch für Nachfragen.

Es wurde und wird für unsere Schule z.Zt. sehr viel getan. Bereits in den Osterferien richtete man die „Baustelle Mensa“ ein und legte einen neuen Gasanschluss in unser Haus. Im Mai begannen wir mit der Demontage der Öltanks und der Heizungsanlagen im Keller. Durch gemeinsame Organisation gelang es, dass die Prüfungen und der Schulbetrieb nicht beeinträchtig wurden. In der letzten Unterrichtswoche des vergangenen Schuljahres begannen die Schachtarbeiten auf der Schulhofseite, um die Bauwerksabdichtung für unsere Schule zu vervollständigen.
Während der Sommerferien herrschte auf unseren Baustellen reges Treiben. Alle Heizkörper und Rohre im gesamten Schulhaus wurden ersetzt. Dazu waren alle Deckendurchführungen in allen Zimmern herauszubrechen und brandschutzgerecht wieder herzustellen. Die Maurer hatten zudem viele Putzschäden und Demontagefolgen zu beseitigen. Maler und Fußbodenleger haben dann die Flächen wieder so hergestellt, dass alle Zimmer in ansprechendem Zustand sind! Parallel erfolgten die Montage des neuen Rohrleitungssystems und der neuen Heizkörper im Haus und die Installation der Heizung in unserem Schulkeller. Inzwischen wurden dann die Grundmauern unseres Hauses auf der Nordseite zur Trockenlegung freigelegt. Dabei offenbarte sich ein großes Loch im Fundamentbereich des alten Gemäuers und spannende, über viele Jahrzehnte gewachsene (Abwasser-) Leitungssysteme traten zu Tage. Diese Überraschungen waren zu koordinieren mit dem Austausch der Heizungsanlagen in der Grundschule, wobei hier noch Brandschutzmaßnahmen hinzukamen, der Baustelle Mensa und der neuen Leitungszuführung von unserem Haus zu Grundschule und Mensa.
In den Ferien sind auch die Fenster im Süden und Osten unseres Hauses zur Substanzsicherung von außen gestrichen worden und die Firma Dittrich erweiterte im Auftrag unseres Schulfördervereins das Hochbeet auf dem Schulhof. Zur Freude unserer Schüler und Lehrer erhielten wir über Fördermittel des Programms MEDIOS II in fünf Zimmern interaktive Tafeln bzw. Beamer und eine Laptop-Klasse. Lieferung und Installation der sensiblen Technik erfolgten während der o. g. Bauarbeiten.
Mitarbeiter der Firma Fokon reinigten schließlich am letzten Ferientag bis 22 Uhr das Haus. Am darauffolgenden Samstag konnte die Grundschule ab 06:30 Uhr die Zuckertüten annehmen, um in unserer Aula ihre Schulaufnahme zu feiern. Am darauf folgenden Sonntag wurde in unserem Haus gewählt und am 1. September begrüßten wir unsere Schüler, um mit ihnen (fast) uneingeschränkt arbeiten zu können.
Viel mehr geht nicht.
Unsere Schulgemeinde ist glücklich, dass so viel in der kurzen Zeit erreicht wurde. Wir danken den Mitarbeitern aller bei uns eingesetzten Firmen und Institutionen für ihre Arbeit. Sie hatten keinen Sommerurlaub. Die Arbeitsabläufe wurden auf unseren Wunsch hin auf die Unterrichtszeit abgestimmt. Die Zusammenarbeit war immer gut, wenn wir direkt miteinander reden konnten.
Dankbar bin ich all unseren Mitarbeitern, Lehrern und Schülern. Wir haben gemeinsam vor den Ferien die Schule in Folien verpackt und zur Vorbereitungswoche wieder ausgepackt. Unsere Schüler und Lehrer haben mit Verständnis auf vorübergehende Einschränkungen reagiert und Neues mit Freude entdeckt. Den Familien unserer Schüler danke ich für ihr Verständnis und ihr Vertrauen. Wir haben viel Zuspruch und Hilfsangebote zur Entwicklung unserer Schule erhalten.
Leider wird nun die Mensa wegen der Insolvenz eines wichtigen Unternehmens vielleicht zwei Monate später fertig. Aber seit etwa 10 Jahren schreiben wir für diese neue gemeinsame Lösung an die Verwaltung und seit mindestens 25 Jahren versorgen wir unsere Kinder im jetzigen Speiseraum. Diese Verzögerung ist nicht schön, aber Probleme und Überraschungen gehören zu unserem Leben. Auch das wollen wir gemeinsam erfahren, auch einmal (vorübergehend) ertragen, um schließlich für unsere Zukunft Lösungen zu entwickeln.

G. Schötz