Collège Jean Rostand

FRANKREICH

Wir freuen uns über die gelungene Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverband Les Herbiers und dem Collège Jean Rostand.

Vor Frauenkirche   Gruppenbild Sport   Sieger  

„Meine Erwartungen wurden übertroffen“

Diesen Satz hörten Frau Grepling und ich bei der Auswertung unseres Schüleraustauschs in dieser Woche von unseren Schülern. Nach einem Jahr Vorbereitung auf dieses Ereignis, wochenlanger intensiver Detailarbeit und einer Powerwoche mit 30 Schülern aus dem Collège Jean Rostand sowie dem Lycée „Jean Monet“ aus Les Herbiers/Frankreich und 31 Schülern unserer Schule vom 10. bis 18.Oktober 2013 entlockte mir diese Bemerkung natürlich ein zufriedenes Lächeln.

Was aber sind die Erwartungen unserer Jugendlichen aus den 7. bis 9. Klassen an einen Schüleraustausch? Etwas lernen. Begegnung mit Jugendlichen aus einem anderen Land. Vielleicht neue Freunde finden. Und natürlich: Spaß! Und davon hatten Isa-Lia und Lisa aus der 7. Klasse wie alle anderen Teilnehmer eine ganze Menge. Als ich Isa-Lia einen Tag nach der Abreise unserer „kleinen“ Franzosen traf, meinte sie: „Ach, Frau Hempel, das ist jetzt so leer bei uns zu Hause, seitdem Marine weg ist.“

Unsere Jugendlichen waren sich einig, dass sie etwas gelernt hatten. Da sei natürlich zunächst die Erweiterung von Sprachkenntnissen genannt, sie brachten sich mit ihrem Austauschpartner gegenseitig Wörter und Sätze bei, halfen ihren Gästen beim Schreiben des Reisetagebuches, lernten französische Liedtitel kennen, bekamen auch schnell mit, dass die französischen Schüler sangesfreudig und locker, wo wir eher zurückhaltend sind.

Zu einem Wissenszuwachs für die 61 Austauschschüler  trug natürlich unser Projekt zum Thema „Auf den Spuren der Völkerschlacht und des Jahres 1813“ bei. Ein breitgefächertes Programm dazu erwartete die Gruppe an den 6 Schultagen neben den Unterrichtsbesuchen. Mit Schreibzeug, Pergamentpapier, speziellen Aufgaben, Suchspielen,  Quiz  oder Denkzetteln „bewaffnet“,  besuchten wir das Völkerschlachtdenkmal, das Sanitäts- und Lazarettmuseum in Seifertshain, die Sonderausstellung „Kanonenknall und Hausidyll“ im Grassimuseum, das Asisi – Panometer „1813“, die Sonderausstellung „Napoleon. Ein Pakt mit dem Teufel?“ auf der Festung Königstein und selbstverständlich „Liebertwolkwitz. Ein Dorf im Jahre 1813“.

Wanderung auf den Spuren von 1813   SONY DSC   Begeisterung

Für einige unserer Französischschüler gab es „Herzklopfen kostenlos“, als sie vor 33 echten Franzosen einen Kurzvortrag über eine Sehenswürdigkeit Leipzigs in französischer Sprache auf dem Panoramatower („Uniriesen“)  über den Dächern Leipzigs hielten.

Viel Spaß hatten die Jugendlichen in der Sachsentherme, bei den abschließenden Sportwettspielen und am Wochenende in Familie, das Eltern und Kinder der Gastfamilien ebenfalls toll organisierten.

Hans- Peter aus der  9. Klasse, der schon zum zweiten Mal am Austausch teilnahm, lobte die gute Atmosphäre in der Gruppe und äußerte auch, dass selbst sonst zurückhaltende Schüler sich einbringen konnten. Ich bemerkte bei den meisten Jugendlichen die Neugier auf Unbekanntes, Bemühen zur Verständigung und Bereitschaft zu Toleranz. In der alten Schreibstube im „Dorf 1813“ gestalteten viele Teilnehmer am letzten Tag in alter und neuer Schrift sowie kleinen Symbolen mit viel Geduld, was sie empfanden: Begeisterung für den Schüleraustausch, Anfänge neu gefundener Freundschaften sowie die  Entdeckung eines neuen Landes für die französischen Schüler.

Bereichert mit vielen guten neuen Erfahrungen widmen wir uns wieder dem normalen Schulalltag, bis es im April heißt: „Bonjour, Les Herbiers“, wo uns Freunde erwarten. Um die Erinnerungen nicht verblassen zu lassen und Kontakte aufrechtzuhalten ist aber bereits für den 18.November 2013 in der 8. Stunde ein kleines Treffen der Teilnehmer in Zimmer 314 geplant.

Kornelia Hempel

Verantwortliche Lehrerin

 

 

MERCI!

 

Dank sei in erster Linie den Gastfamilien gesagt, die ein zusätzliches Familienmitglied bekamen und sich rührend kümmerten.

Ermöglicht wurde die Durchführung dieses Austausches in den vielen Details durch die Unterstützung der Schulleitung und die Hilfe fleißiger Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule. Herzlichen Dank an Herrn Schötz, Frau Filß, Frau Grepling, Herrn Jonaczyk, Frau Knape, Herrn Pohlers, Herrn Röhniß, Herrn Scheibe, Frau Schoder, Frau Schulz, Frau Spiwek, Frau Vetter, Herrn Wand und Frau Wendland.

Hilfe und Unterstützung bekamen wir von Frau Kirsten und Frau Sporn vom Schulförderverein, von der SBA, Regionalstelle Leipzig, von Frau Dr. Goldfuß vom Referat für internationale Angelegenheiten, von unserem Ortsvorsteher, Herrn Dr. Zerling, von Herrn Krümmel  und Mitarbeiterinnen vom Kuhstall e.V. Großpösna, von Herrn Schellenberg und Mitarbeiterinnen von der Firma GfB mbH Catering sowie den Mitarbeitern des Bauhofs Liebertwolkwitz. Dafür ein großes Dankeschön.

Unserem Hausmeister, Herrn Telemann, und unseren Sekretärinnen, insbesondere Frau Hampel, gebührt ebenfalls ein herzlicher Dank dafür, dass manches unkompliziert gelöst wurde.

Schülerinnen und Schüler aus Klasse 7, 8, 9 und 10 gestalteten liebevoll ein Empfangsbüfett,  halfen bei der Mittagsversorgung der Gäste oder hielten Kurzvorträge in französischer Sprache über Leipzig. Das habt ihr toll gemacht. Dank auch an unsere Schülerratsvorsitzende Alicja Bialas, die die Gäste begrüßte und oft begleitete.