Am 27.05.2025 war die Klasse 7A in dem Schulmuseum Leipzig. Behandelt wurde ein Workshop mit dem Thema „Volksschule um 1900 – Kaiserzeitstunde“. Insgesamt dauerte die Veranstaltung 90 Minuten. Mit unterwegs waren Frau Wötzel und Herr Lindenberg.
Angekommen im Museum wurde die ganze Klasse erstmal in einen sehr modernen Raum geführt, indem die Kinder einen Einblick in das Jahr 1900 bekommen haben. Nachdem alle Regeln für das spätere Schauspiel geklärt wurden ging es in den Nebenraum um einen richtigen Einblick in die Schulzeit von früher zu bekommen. Der Nebenraum war gestaltet wie ein historisches Klassenzimmer. Hier konnten Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene ein Schauspiel aus dem 19. Jahrhundert darstellen. Die Bänke sahen sehr unbequem und alt aus. Mit Matrosenkragen und Schleifen als Verkleidung wirkte alles viel echter und glaubwürdiger. Schiefertafeln und Griffel durften natürlich auch nicht fehlen. Die Art wie man Lehrer und Lehrerinnen ansprechen sollte war sehr wichtig. Die Frau welche die Lehrerin spielte, wäre zum Lachen in den Keller gegangen. Sie sprach die ganze Zeit sehr laut und wirkte sehr streng. Wichtige Regeln, die beachtet werden mussten, waren: „Hände falten, nicht sprechen, nach vorne schauen, Kopf nicht drehen, Ohren spitzen und gerade sitzen“. Selbst die Lehrer, Frau Wötzel und Herr Lindenberg, machten mit. Am Anfang des Rollenspieles bekam jedes Kind ein Namenschild mit einem typischen Namen von früher. Namen wie Minna, Alfred und Nikolaus wirkten schon seltsam. Die Unterrichtsstunde wurde mit einem Gebet begonnen. Danach wurden Hände und Köpfe auf Sauberkeit kontrolliert. Weiter ging es dann mit einem Lied zum Geburtstag des Kaisers Wilhelm II. Nach dem einstudieren des Liedes mussten alle ihre Schiefertafeln rausholen und die Buchstaben „n“, „e“ und „i“ lernen. Eine überaus wichtige Regel, welche die Klasse lernen musste, war: „Sag nie nein“. Selbst Sport wurde unterrichtet. Dehnungen und Armübungen wurden gleichzeitig und im Chor durchgeführt. Als der Unterricht vorbei war, konnten alle, sogar auch die strenge Lehrerin, durchatmen und sich normal, also bequem, hinsetzen. Auf dem Rückweg durfte die Hälfte der Klasse alleine nach Hause gehen.
Es gibt sehr viele Unterschiede im Unterricht von früher und heute, z.B. dass am Tisch sitzen, melden, antworten, schreiben und sprechen. Der Ausflug war sehr spannend und informationsreich gestaltet. Ich bin mir sicher, dass viele nach diesem Tag nochmal über die Zeit im 19. Jahrhundert nachgedacht haben. Diese Zeit sollte man nicht vergessen.
Antonia L.
