Hier blicken wir zurück auf wichtige und interessante Ereignisse aus fast 500 Jahre Schulgeschichte(n) in Liebertwolkwitz.
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1539
… wird in „Wulkewitz“ erstmals eine Schule erwähnt. Über die Jahrhunderte entstehen immer neue Gebäude, viele wurden durch Brände wieder zerstört. Mit dem Wachsen des Ortes wächst auch die Zahl der Kinder – so sehr, dass im 18. und 19. Jahrhundert gleich zwei Schulen nötig sind: die „große“ und die „kleine Schule“.


1889
Am 6. November 1889 wird hinter dem Angerteich der neue Schulbau feierlich eröffnet. Schon damals lernen dort 532 Kinder und nur ein Jahrzehnt später sind es bereits 823. Der Platz reicht nicht mehr aus und …
1902
… ein Anbau, der Ostflügel, wird beschlossen. Im September 1902 kann er in Betrieb genommen werden.
Schon während des Baus werden Kastanien im Schulhof gepflanzt – bis heute spenden sie wohltuenden Schatten und verzaubern den Hof im Wandel der Jahreszeiten.


1945
Am Abend des 18. April 1945 lodern Flammen aus der Schule, die im 2. Weltkrieg als Munitionslager dient. Die amerikanischen Besatzer haben ein strenges Ausgehverbot verhängt – selbst die Feuerwehr muss tatenlos zusehen. Drei Tage lang fressen sich die Flammen durch das Gebäude, bis nur noch eine ausgebrannte Ruine zurückbleibt.
1949
Zwischen 1947 und 1949 bauen die Wolkser Bürger gemeinsam mit örtlichen Handwerkern die Schule mühsam wieder auf – noch ohne Turnhalle und Aula. Seit dem Brand ist das Gebäude unbenutzbar gewesen, der Unterricht findet in Gaststätten und Kirchenräumen des Ortes statt. Am 11. Juni 1949 kann schließlich die neue „Gemeindeschule“ feierlich eingeweiht werden.


1952
Bis 1952 lernen Jungen und Mädchen in streng getrennten Klassen – sogar die Eingänge sind verschieden. Die Jungen nutzen das Seitenportal an der Westseite, die Mädchen das heutige Hauptportal am Ostflügel. Über dem Tor ist die Inschrift „Maedchen“ bis heute gut sichtbar. Dieser repräsentative Eingang steht unter Denkmalschutz, gilt als baukünstlerisch wertvoll und wird heute selbstverständlich von allen genutzt.
1979
In den 1970er Jahren steigen die Schülerzahlen weiter – die Schule platzt aus allen Nähten. Ein Erweiterungsbau in Plattenbauweise wird beschlossen und im ehemaligen Obstgarten zwischen Schule und Wasserturm errichtet. 1979 kann der Neubau feierlich eingeweiht werden. Dort ziehen die Klassen 1 bis 4 ein. Bis heute lernen die jüngsten Schülerinnen und Schüler in diesem Gebäude – nun als eigenständige Grundschule Liebertwolkwitz.


1980er
Im Laufe der Jahrhunderte trug unsere Schule viele verschiedene Namen – oder gar keinen. Seit den 1950er Jahren erinnert ihr Name an die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Anfang der 1980er Jahre lässt Schulleiter Hunold ein Denkmal im Schulhof errichten. Die weißen Rosen, die seither jedes Jahr daneben blühen, werden eigens für die Schule gezüchtet. Warum es ausgerechnet weiße Rosen sein müssen, verrät der Artikel über die Geschwister Scholl.
1995
Karpfen Werner misst stolze 1,02 m und brachte ein Gewicht von 19,8 kg auf die Waage. Am 5. Mai 1995 wird der stattliche Spiegelkarpfen aus dem Angerteich gezogen und vom lokalen Gemüsehändler präpariert. Heute fristet er sein Dasein im Treppenhaus unserer Schule – wo er Tag für Tag die Schülerinnen und Schüler begrüßt. Eine Zeit lang gibt es rund um den Angerteich sogar einen kleinen Zoo mit Ziegen, Enten und Gänsen, den die AG Zoologie liebevoll hegte und pflegte.


1996
Am ursprünglichen Standort direkt hinter der Schule entsteht 1996/97 eine moderne Zweifeld- Sport- und Mehrzweckhalle, die „Jahn-Sporthalle“. Seit ihrer Eröffnung dient sie nicht nur dem Schul- sondern auch dem Vereinssport und hat sich schnell zu einem lebendigen Treffpunkt für Bewegung, Spiel und gemeinschaftliches Miteinander im Ort entwickelt.
2007
2007, 2011, 2017, 2021 und 2025 wird unsere Schule mit dem Kinder- und Jugendumweltpreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet. Herzstück unserer Umweltbildung ist der Schulsportpark, der seit 2002 Schritt für Schritt hinter der neuen Turnhalle entsteht. In zahllosen Arbeitseinsätzen, unterstützt von lokalen Unternehmen und dem Förderverein, wächst hier ein Gelände mit vielfältigen Angeboten: Sportflächen, Geopark, Streuobstwiesen, Klassenzimmer im Grünen und eine Regenwassersammelanlage. Mit der Eröffnung des Amphitheaters als Ort für Begegnung und Kunst im Jahr 2023 findet der Schulsportpark seine Vollendung.


2023
Im Sommer 2023 verabschieden wir Herrn Gernoth Schötz in den Ruhestand. Über 30 Jahre leitete, entwickelte und prägte er unsere Schule mit großer Leidenschaft. Unermüdlich setzte er sich für Sanierung, Ausbau und die Gestaltung von Schule und Schulgemeinschaft ein. Voller Respekt für sein beeindruckendes Lebenswerk – zum Wohle Hunderter Schülerinnen und Schüler sowie der Gemeinde Liebertwolkwitz – sagen wir von Herzen: DANKE!
to be continued…
Quelle: Schulchronik
