Tag der offenen Tür 2013

GRAUER SCHULALLTAG?! – VON WEGEN!!

 

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Am Sonnabend, dem 23.02.2013, war es wieder soweit: Die Geschwister-Scholl-Schule Liebertwolkwitz öffnete für zwei Stunden ihre Türen für alle, die sich für das Schulleben „Am Angerteich“ interessieren.

Im Erdgeschoss erwarteten die Besucher verschiedene Arbeiten der AG Modellbau. Neugierige Blicke von Klein und Groß zogen vor allem die strombetriebenen Windräder sowie historische Modelle von Pyramiden, Türmen und Drehkränen auf sich. Die Treppen hoch zum ersten Stockwerk schlugen einem plötzlich auf den letzten Stufen beißende Gerüche und leichte Rauchschwaden entgegen. Noch ein paar Schritte weiter und man stand bereits mitten im gut besuchten Chemieraum, der kaum von einem echten Labor zu unterscheiden war. Fast auf jeder Bank saßen Schülerinnen und Schüler in weißen Kitteln, hatten flammende Bunsenbrenner und Reagenzgläser mit verschiedenen Flüssigkeiten vor sich, alle ein anderes Experiment durchführend. Ob „Pharaoschlange“, „Flammenfärbung“ oder „Magnesiumverbrennung“ ‒ auf Nachfrage, was dort rauchte, puffte oder sich verfärbte, erhielt man präzise Auskünfte der jungen Chemiker. Ein Zimmer weiter ließ ebenfalls viel Spannendes erwarten, das versprach jedenfalls die Menschentraube, die sich schon vor dem Raum sammelte. Endlich drinnen stand man auf einmal zwischen Leguanen, die auf Schultern etwas skeptisch ihre Umgebung musterten, Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Mäusen und Schildkröten, die gut bewacht von ihren kleinen Besitzerinnen und Besitzern den Biologieraum zum Leben erweckten.

Kurz vor 10.30 Uhr drängten plötzlich Menschenmengen Richtung Aula. Dort erwartete das Publikum im vollbesetzten Saal ein Programm, zusammengestellt vom Kabarett des Neigungskurses der 8. Klassen, der Theatergruppe der 6. Klassen sowie klassischen und modernen musikalischen Beiträgen. Für Sketche und Witze aus Schulalltag und Familienleben konnten die jungen Darsteller viele Lacher für sich verbuchen. Mucksmäuschenstill wurde es bei den Songbeiträgen von Laura Hummer aus der 10. Klasse, deren schöne Stimme die Zuhörer merklich beeindruckte. Wem das noch nicht genug Unterhaltung war, der oder die begab sich danach schnell in die Turnhalle und wurde mit Tänzen und Aerobic-Vorführungen der 5. bis 8. Klassen belohnt. Wer sein eigenes Rhythmusgefühl testen wollte, konnte sich im Musikraum an verschiedenen Trommeln ausprobieren, was auch die kleinsten Besucher mit Begeisterung und lautstark taten. Wer es dagegen lieber etwas ruhiger angehen lassen wollte, stärkte sich bei leckerem Kaffee und Kuchen in der vierten Etage oder legte bei den ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern der Schule eine Pause ein, um danach im Kunstraum eine Auswahl von Zeichnungen, Farbbildern oder Lesetagebüchern der Schüler und Schülerinnen verschiedener Klassenstufen zu betrachten. Wem der Sinn mehr nach frischen Crêpes stand, war im Französischraum genau richtig oder probierte eine der zahlreichen Knobeleien, unterhaltsamen Spiele oder kniffeligen Quizze der Bereiche Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik oder in Religion aus.

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Die zwei Stunden vergingen wie im Fluge. Man musste sich schon bemühen, um alles zu sehen. Wer hätte gedacht, dass Schule so unterhaltsam und abwechslungsreich sein kann? Viele ehemalige Schüler und Schülerinnen nutzten die Chance, um ihre alte Schule mal wieder zu besuchen und mit den Lehrerinnen und Lehrern über ihren Werdegang zu reden und zu erfahren, was sich so an der Schule getan hat. Auch viele Grundschüler waren mit ihren Eltern gekommen und sahen sich alles ganz genau an. Am Ende gingen sie mit einem guten Gefühl nach Hause. „Wir würden unseren Sohn gern hierher schicken“, verriet mir ein Elternpaar bei der Verabschiedung. Mal sehen, ob es klappt und der Drittklässler in zwei Jahren die Geschwister-Scholl-Schule Liebertwolkwitz als ‚seine Schule‘ zum Tag der offenen Tür präsentieren wird.

Claudia Maaß

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