Schüleraustausch

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Schüleraustausch mit dem Collège Jean Rostand in Les Herbiers (Frankreich)



Nach zwei sehr intensiven Wochen der Begegnung der deutschen und französischen Austauschschüler in Les Herbiers und Leipzig mussten wir uns am Sonntag (15.April 2018) bei ihrer Abfahrt schweren Herzens von unseren Gästen trennen.


Aus unserem Programm in Sachsen:


Montag, 9. April 2018
Ankunft der französischen Gruppe
Empfang im Rathaus Liebertwolkwitz
(Ortsvorsteher, Freundschaftsverein, Schulleitung)

Dienstag, 10. April 2018
Empfang im Leipziger Rathaus
Rathausturmbesteigung mit Blick über die Stadt
Leipzig Bummel durch die Innenstadt
Besuch von Leipziger Museen

Mittwoch, 11.April 2018
Begrüßung und Schulvorstellung durch den Schulleiter
Unterrichtsbesuche
Badespaß in der Sachsentherme

Donnerstag, 12.April 2018
Ausflug nach Dresden und in die Sächsische Schweiz
Aktivitäten im Elbe-Freizeitland in Königstein

Freitag, 13.April 2018
Unterrichtsbesuch der französischen Schüler Pflanzaktion im Sportpark
Sportspiele für alle in der Turnhalle

Samstag, 14.April 2018
Aktivitäten in den in Familien
Ballettveranstaltung "Alice im Wunderland" in der
Musikalischen Komödie Leipzig

Sonntag, 15.April 2018
Aktivitäten in den in Familien
Abfahrt der französischen Gäste

Auch im Namen der teilnehmenden Schüler möchte ich mich bei allen bedanken, die durch ihre Unterstützung zur Verwirklichung unserer Vorhaben beigetragen haben: unserer Schulleitung, den Lehrerinnen, Lehrern und Mitarbeitern unserer Schule, den Gastfamilien, dem Liebertwolkwitzer Ortschaftsrat mit dem Ortsvorsteher, Herrn Geistert, der unkompliziert den Rahmen für den Empfang stellte und für uns zudem eine finanzielle Unterstützung beschlossen hat, dem Freundschaftsverein unter Leitung von Frau Wolf für die freundlichen Begrüßungsworte, Herrn Vierke vom Bauhof Liebertwolkwitz, dem GfB mbH Catering für ihr Sponsoring und den Frauen an der Essenausgabe, Frau Dr. Marusch-Krohn von der Abteilung Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig und nicht zuletzt den Verantwortlichen bei der LaSuB, Regionalstelle Leipzig, und der Landesstelle Chemnitz, die uns bei der Beantragung der Fördermittel geduldig berieten.

K. Hempel
Verantwortliche Lehrerin

*Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.



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FRANKREICH


Wir freuen uns über die gelungene Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverband Les Herbiers und dem Collège Jean Rostand.

Leipzig 2016

Schüleraustausch mit dem Collège Jean Rostand in Les Herbiers/ Frankreich

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" Es war alles eine tolle Erfahrung. Danke!"

Mit diesem Satz beendet Florentina aus Klasse 6A ihren Reisetagebuchbericht. In unserer 31köpfigen Schüleraustauschgruppe, die sich, nachdem sie im März eine Woche mit ihren französischen Gästen in Leipzig verbracht hatte, vom 24.04. bis 04.05.2016 auf den Weg nach Frankreich begeben hatte, waren neben Schülern aus Klasse 7 bis 9 auch drei Schüler aus den 6. Klassen, unter ihnen eben auch Florentina. Für zehn Tage verließen Sie ihr Elternhaus, um in Les Herbiers in Frankreich, 1450 Kilometer von zu Hause entfernt, in eine französische Familie als Gastschüler einzuziehen. Auch Milena aus der 6B schreibt: "Ich danke Ihnen Frau Grepling und Frau Hempel sehr, dass Sie sagten, wir 6.Klässler würden das schaffen und uns somit diese Lebenserfahrung ermöglicht haben!!!" Doch welche Lebenserfahrungen kann man eigentlich bei einem Schüleraustausch sammeln?

Zuallererst stellt sich natürlich das Problem der Verständigung. Beherrsche ich die Sprache meines Austauschpartners schon so weit, dass ich mich verständigen kann? Welche Möglichkeiten kann ich nutzen, um mich verständlich zu machen, wenn Worte fehlen? Als unsere französischen Austauschschüler, die Jüngste war neun Jahre alt, vor ihren deutschen Gastfamilien standen, war für sie alles völlig fremd und neu. Sie kannten ihre Partner nur aus Briefen oder Mails. Auch die meisten deutschen Gastfamilien fragten sich natürlich, wie die Kommunikation klappen würde. Doch die meisten Teilnehmer, französische wie deutsche, haben diese Herausforderung gemeistert. Ein wenig von der Sprache des anderen, etwas Englisch, Wörterbuch, PC, Hände und Füße- das alles zusammen war wohl die Mischung. Isa- Lia und Johanna aus der 9. Klasse waren schon das zweite Mal dabei und hatten das Gefühl, dass sie in ihren französischen Gastfamilien dieses Mal sehr viel verstanden haben und fühlten sich schon ziemlich sicher. Stolz sind wir auch, wenn einige Schüler aus Klasse 8 und 9 ihr Reisetagebuch in französischer Sprache geschrieben haben und auch die Jüngsten versucht haben, die zahlreichen Arbeitsblätter für die Reise auf Französisch auszufüllen.

Neben der Sprache stellt sich die spannende Frage, ob die "Chemie" zwischen den Partnern stimmt. Ich habe versucht, mit Hilfe der Steckbriefe, der Angaben der Eltern beider Seiten und dem Wissen über unsere Kinder in Kleinarbeit die Schüler zuzuteilen. Dann hieß es für die Kinder und Jugendlichen, mit der Situation klarzukommen. Wenn sie sich auf Anhieb gut verstehen, ist das toll. Doch auch sonst sind das aufeinander Zugehen und Toleranz gefragt, eigene Interessen vielleicht auch mal zurückzunehmen, die Zähne zusammenzubeißen und das Beste daraus zu machen. Das ist eine besonders wichtige Lebenserfahrung, wenn man es geschafft hat, ohne viel Jammern und Klagen.

Kam der Schüler mit der Verständigung zurecht und verstand sich mit seinem Partner in Leipzig recht gut, kommt in Frankreich die Frage hinzu: Bin ich bereit, mich auf "Verschiedenheit" des täglichen Lebens, des Essens, der Schule einzulassen? Möchte ich alles im Vergleich zum Leben in Deutschland einfach kennenlernen, als Erfahrung mitnehmen, oder möchte ich, dass alles so wie zu Hause ist? Es war für mich schön, mit anzusehen, wie unsere Kinder beobachtet, verglichen und uns davon berichtet haben. Als wir hinterher die Projektmappen der Teilnehmer ansahen, bemerkten wir an den Aufzeichnungen aus dem Unterricht auch, wie selbstverständlich unsere Schüler im Unterricht an der französischen Schule das mitgemacht haben, was die französischen Schüler lernen sollten, auch wenn viele französische Wörter noch unbekannt waren und es keinen Übersetzer für sie gab. Sie haben Erfahrungen gesammelt, wie Schule anderswo funktioniert und haben sich allein "durchgebissen", ebenso wie in ihrer Gastfamilie.

Eine Reise unternehmen heißt selbstverständlich auch, dass es Ausflüge gibt. Die Kinder entdeckten Sehenswürdigkeiten Frankreichs gemeinsam mit ihren französischen Partnern. Da waren z.B. eine Austern- und Champignonzucht, da war der Atlantik mit Ebbe und Flut oder der sensationelle Park Puy du Fou und die Stadt Les Herbiers. Karl-Jakob aus der 9D schreibt: "Wir verfolgten alles sehr gespannt. Als es ans Probieren ging, wurden viele schwach. Ich wagte einen Versuch. Mein Resultat: Einmal und nie wieder!!! … Trotzdem war ich stolz darauf, dass ich die Austern probiert habe." Wenn auf Exkursionen auch vieles für die Schüler übersetzt wurde, war es doch eine völlig neue Erfahrung, alle Informationen den ganzen Tag immer zuerst in der Fremdsprache zu bekommen und diese Sprache ganztägig um sich zu haben. Das Gleiche traf natürlich für die französischen Kinder beim Aufenthalt in Deutschland zu, wenn wir in Leipzig im Rathaus, in Dresden im Historischen Grünen Gewölbe und im Sächsischen Landtag oder in Berlin im Bundestag waren.

Aus der "Feder" unserer beiden Schülerinnen aus Klasse 6 von gesammelten "Erfahrungen", gar "Lebenserfahrung" zu "hören" hat mir das Herz erwärmt. Sie werden ihre Erlebnisse und Erfahrungen nicht vergessen und mit Sicherheit in Ihrem Leben davon profitieren. Und nicht nur Florentina und Milena sind motiviert, jetzt noch besser ihre zweite Fremdsprache zu erlernen, bei den teilnehmenden Schülern in Klasse 7, 8 und 9 spüren wir ähnlich wie in Klasse 6, wie sie noch beseelt sind von ihren gemeinsamen Erlebnissen in Deutschland und vor allem in Frankreich. Karl-Jakob findet: " Es war eine super tolle Reise mit viel Spaß, Abenteuern und neu gesammelten Erkenntnissen. Ein großes Lob an meine wundervolle Gastfamilie, die mich mit viel Liebe aufgenommen hat." Amadeus, ebenfalls aus Klasse 9D, schreibt am Schluss seines Reistagebuches: "Es war wie auch schon vor zwei Jahren nicht einfach, in den Bus einzusteigen und dann einfach wegzufahren. Ich habe mich dann nochmal an die schöne Zeit erinnert, an das wirklich schöne Wochenende, an die Unternehmungen mit der Gruppe und an die Freundschaft, die sich entwickelt hat. Wie vor zwei Jahren schon festgestellt, ist es eine Erfahrung fürs Leben- aber eine richtig gute Erfahrung. Es war eine super tolle Zeit in Frankreich. Ich kann nur wieder selbst zu mir sagen, dass ich sehr froh bin, auch diesmal mitgefahren zu sein und dadurch so tolle, nette Leute kennengelernt zu haben. Es war eine unwiederbringliche Zeit, die ich erlebt habe." Das sind also die Lebenserfahrungen, die man beim Schüleraustausch sammeln kann. Bleibt zu hoffen, dass einige Verbindungen zwischen den Austauschpartnern weiter bestehen bleiben und sie sich vielleicht wiedersehen. Hannah aus der Klasse 7B bleibt über Skype mit Tristana in Verbindung, wie sie es schon im März und April gehalten hatte und Marie-Theres, ebenfalls 7B, war bereits auf der Rückfahrt mit dem Brief an Lisa und ihre Familie beschäftigt…

Kornelia Hempel
Verantwortliche Lehrerin

MERCI! Wir bedanken uns deshalb herzlich bei allen, die uns unterstützt haben, insbesondere bei den Gasteltern, unserer Schulleitung sowie den Lehrern und Mitarbeitern unserer Schule, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen, Herrn Schellenberg vom GfB Catering sowie seinen Mitarbeiterinnen, Herrn Geistert als Ortsvorsteher, Frau Sporn vom Schulförderverein und Herrn Vierke vom Bauhof Liebertwolkwitz.




 

Leipzig 2012

Ein Streifzug durch die Geschichte Sachsens und Thüringens sowie Entdeckung von Besonderheiten im sächsischen Schulsystem

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Dieser Schüleraustausch war von Beginn an etwas Besonderes, denn dass französische Gäste drei Stunden früher als angekündigt ankommen, ist schon eine Erwähnung wert. Aber so hatten unsere französischen Schüler genügend Zeit, sich nach ihrer Ankunft am 22.März 2012 bei wunderschönem Sonnenschein in unserem attraktiven  Sportpark zu akklimatisieren, bis sie nach dem Empfang durch unsere Schule und den Liebertwolkwitzer Ortsvorsteher den aufregenden Moment der Aufnahme in die Gastfamilien erleben durften. Es folgten sieben spannende prallgefüllte Tage mit gemeinsamem „normalen Unterricht“, Fächerverbindendem Unterricht und Orientierungspraktikum der 8.Klassen im ZAW Leipzig - zwei Besonderheiten- denn wir betraten dabei Neuland während eines Schüleraustauschs - sowie Exkursionen auf den Spuren der Geschichte in Sachsen und Thüringen.

Höhepunkte waren dabei zweifellos der Empfang im Leipziger Rathaus, die Fahrt zu „Vineta“ auf dem Störmthaler See, die Bepflanzung des „Beetes der Partnerschaft“ in den Farben der Flaggen unserer beiden Länder auf dem Schulhof und die Fahrt nach Weimar-Auerstedt-Bad Sulza (völlig neue Erfahrungen für uns).  Traditionell ergänzten Abstecher nach Leipzig und Dresden unser Programm. Die Ganztagsfahrt nach Thüringen steht für Weltkulturerbe-Geschichte-Thüringer Rostbratwürste- und Entspannung  in der Toskanatherme nach einer „Powerwoche“.

Zu schnell war der Abschied am 30.März  gekommen, doch am 8.Mai werden wir fortsetzen, was in Leipzig begann. Dann „schreiben“ wir unsere Partnerschaftsgeschichte weiter, wenn es für uns „Bienvenue“ in Les Herbiers (Frankreich) heißt.

Kornelia Hempel



PS: Dank sei allen Mitwirkenden und Sponsoren gesagt: den Gastfamilien, der Schulleitung, den mithelfenden Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern, dem Schulförderverein, dem Schülerrat, Bäcker Eßrich, dem Freundschaftsverein Liebertwolkwitz- Les Herbiers, dem ZAW, GfB mbH Catering, dem Ortschaftsrat Liebertwolkwitz, der Gemeinde Großpösna, der Sächsischen Bildungsagentur, Regionalstelle Leipzig,   und dem Amt für Jugend, Bildung und Familie Leipzig.<
Weitere Bilder finden Sie hier.



Das Programm zum Austausch 2018 finden Sie hier:
9. April 2018
10. April 2018
11. April 2018
12. April 2018
13. April 2018